Viel Schwein für 2025 oder grüßt Ihr innerer Schweinehund?
von Claudia Stadler
Neujahrsvorsätze 2025 oder: jährlich grüßt der innere Schweinehund?
Gute Wünsche, Neujahrsvorsätze und Glücksbringer - the same procedure as every year...
So vielfältig wie die Bräuche an Silvester sind, so zahlreich geht´s an die Wünsche und Vorsätze in eigener Sache: weniger Suchtmittel, weniger Gewicht, mehr Sport, berufliche Ziele oder mehr Sparpolster auf dem Konto? Alles für mehr Gesundheit, mehr Erfolg und Glück. Und das ist einerseits gut so - weil smarte Ziele in eigener Sache Richtung und Fokus geben und damit auch eine sinnhafte Struktur.
Der Gegenspieler der Neujahrsvorsätze: jährlich grüßt der innere Schweinehund
Er ist der beste Freund unseres Gehirns, das so sehr vertraute Gewohnheiten und bekannte Muster liebt - weil sie Sicherheit suggerieren. Sein Aussehen mag vielfältig sein - seine Eigenschaften auch - er ist eine schier unendlich wandelbare Gestalt, unser innerer Schweinehund. Das ist der, der unsere Neujahrsvorsätze Anfang März wieder mal erfolgreich vor die Tür schicken wird.
Fluch und Segen zugleich – Saboteure des eigenen Lebensglücks
Dabei ist der Begriff an sich interessant: Schweine gelten auch als Glücksbringer - Hunde als treu und anhänglich. Die Eigenschaften übertragen auf unseren Schweinehund lassen erahnen: man wird die anhänglichen und gut dressierten Mitbewohner nicht so leicht los – sie steuern uns kognitiv, emotional und manchmal auch völlig unbewusst.
Und sie können Freund und Feind zugleich sein – also freundliche Bremser oder eben echte Erfolgs-Saboteure in manchen Situationen: Freunde, weil sie wichtige Eigenschaften von uns pflegen oder unsere Bedürfnisse bewachen und entsprechend Handlungsanpassung einfordern, was möglicherweise tatsächlich richtig sein kann im Augenblick. Feind, weil sie uns bremsen mit ihrem Egotrip in unserer gesamten, übergeordneten Entwicklung, oder unseren Erfolg hemmen und uns im Lebensfluss stagnieren lassen.
Entstanden sind diese Begleiter übrigens nicht zufällig, sondern meist irgendwann im Laufe unseres Lebens. Sie beinhalten oft Reaktionsmuster, Verhaltensmuster, Glaubenssätze oder auch Traditionen aus unserem sozialen Umfeld und laufen irgendwann oft unbewusst ab als ureigenste Lebensstrategie.
Strategien im Umgang mit dem Schweinehund
Es gibt viele erprobte Belohnungsmechanismen, wenn der innere Schweinehund mal wieder die eigenen Pläne und Vorsätze durchkreuzt.
Wenn sich jedoch diese hinderlichen Muster hartnäckig immer wieder zeigen, dann kann die Arbeit mit Trance sehr kreativ, zielgerichtet und nachhaltig zum Ursprung des inneren Quertreibers führen.
Es lohnt sich immer, sich mit den tiefer liegenden Prägungen und Mustern zu befassen und diese aufzulösen, wenn Erfolgsverhinderer immer wieder auftauchen und Ihnen permanent viel Energie abverlangen für berufliche und/oder private Ziele in der Zukunft.
Warum? Weil sie meist ein Relikt der Vergangenheit sind, die aus einem einmal wichtigen Grund entstanden sind und unbewusst immer noch aktiv sind.
Quellen
Bildnachweis: privat